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23. Juni 2017

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Bücher

Die kalten Monate kommen. Zeit für unsere neuesten Rezensionsexemplare

Wie kann man die kalten Monate besser verbringen als mit einer Tasse Tee und einem Buch zum Thema Kulturmanagement? Unsere aktuellen Rezensionsexemplaren zeigen erneut, mit welch vielfältigen Themen sich KulturmanagerInnen beschäftigen. Diesmal wollen wir Bücher zu neuen Kooperations-, Kommunikations- und Besucherstrategien unter die Leute bringen und auch zu Organisationsfragen und Kulturimmobilien ist es etwas dabei – wie immer im Tausch gegen eine Rezension! Schreiben Sie uns einfach eine Email an redaktion [ät] kulturmanagement.net.

Besucherforschung und -ansprache

Birgit Mandel (Hg.), Teilhabeorientierte Kulturvermittlung. Diskurse und Konzepte für eine Neuausrichtung des öffentlich geförderten Kulturlebens, transcript 2016. Deutschland ist geprägt durch eine der vielfältigsten Kulturlandschaften Europas. Dennoch erreichen öffentlich geförderte Kulturangebote oft nur einen kleinen, meist hochgebildeten und finanziell gut situierten Teil der Gesellschaft. Wie können Kulturinstitutionen zu Orten der Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Milieus, Generationen, kultureller und ästhetischer Präferenzen gemacht werden? Dieser Band liefert einen Überblick der empirischen Erkenntnisse zur Kulturnutzung und zu kulturellen Interessen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen sowie Ergebnisse zu den Wirkungen und Grenzen von Audience Development, zu neuen Kulturvermittlungsansätzen sowie zu Strategien der kulturellen Neuausrichtung einer Stadt oder Region durch kulturelles Community Building und beteiligungsorientierte Kulturentwicklungsplanung.

Klaus Siebenhaar, Auftrag Publikum. Der Hochkulturbetrieb zwischen Audience Development und Ereignisästhetik, B & S Siebenhaar Verlag OHG 2016. Nie waren Besucher, Zuschauer, Betrachter wichtiger und wertvoller als heute. Als Rezipienten, Kritiker, Kunden oder Multiplikatoren legitimieren sie insbesondere den subventionierten Hochkulturbetrieb, sind sie doch quantitativ wie qualitativ Indikator gesellschaftlicher Wertschöpfung. Konzepte und Strategien der Publikumsentwicklung sind für öffentliche Museen, Konzerthäuser und Theater längst eine Frage des dauerhaften Überlebens und damit auch die Basis künstlerischer Innovationen und gesellschaftlicher Wirkung. Der vorliegende Band liefert Diagnosen und Studien zu den wesentlichen Fragen des Audience Development im Kontext wandlungsdynamischer Prozesse in Gesellschaft, Kulturpolitik und Ästhetik.

Jutta Ernst / Florian Freitag (Hg.), Transkulturelle Dynamiken. Aktanten – Prozesse – Theorien, transcript 2014. Das Konzept der »transkulturellen Dynamiken« dient in diesem Band dazu, die zunehmende Mobilität und gegenseitige Durchdringung von Kulturen zu fassen. Die Beiträge betrachten Artefakte, soziale Praktiken und Phänomene der Hoch- wie der Populärkultur aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Disziplinen (u.a. American Studies, Sinologie, Sportsoziologie, Ethnologie, Geschichts-, Medien-, Theater- und Literaturwissenschaft). Sie untersuchen, welchen Gesetzmäßigkeiten »transkulturelle Dynamiken« unterliegen, welche Rollen verschiedene Aktanten einnehmen und inwieweit sich Theorien und Methoden einer transdisziplinären Transkulturalität entwickeln lassen.

Kommunikation

Jörg Sikkenga, Weiterempfehlung im Kulturbereich: Eine austauschtheoretische Betrachtung der senderorientierten Weiterempfehlung, Leipziger Universitäts-Verlag 2016. Die bisherige Weiterempfehlungsforschung setzt bei der Beantwortung der Frage, warum Kunden ein Unternehmen oder das Produkt bzw. die Dienstleistung weiterempfehlen, vornehmlich auf das Konstrukt der Zufriedenheit. Dieses Buch nimmt diese Betrachtung ebenfalls auf, erweitert diese jedoch. Als theoretischer Rahmen dient die Austauschtheorie. Auf der einen Seite empfehlen Personen aus dem Aspekt der Produkt- bzw. Dienstleistungsnutzung heraus weiter, um das Unternehmen zu unterstützen. Auf der anderen Seite resultiert eine Weiterempfehlung auch aus dem Austausch zwischen den sich unterhaltenden Personen. Das Ziel des Senders ist es, in die Beziehung mit dem Empfänger zu investieren. Im Rahmen eines mixed method designs können diese beiden Aspekte empirisch bestätigt werden.

Kooperationen

Julia Hilgers-Sekowsky: Kooperationen zwischen Museen. Hemmnisse in der Zusammenarbeit und ihre Überwindung, transcript 2015. Die aktive Ausrichtung auf kooperative, zwischenbetriebliche Beziehungen nimmt eine wichtige Rolle in der strategischen Arbeit von Kulturbetrieben, insbesondere von Museen, ein. Für eine erfolgreiche zwischenbetriebliche Zusammenarbeit unter Beachtung aktueller kulturpolitischer, demographischer und besucherbezogener Entwicklungen müssen jedoch häufig zunächst Barrieren zwischen den Partnern überwunden werden. Julia Hilgers-Sekowsky zeigt, wie die Identifikation von Kooperationshemmnissen gelingen und das gewonnene Wissen zur aktiven Gestaltung von horizontalen Kooperationen genutzt werden kann.

Kristin Oswald, René Smolarski (Hg.), Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaften, Computus Druck & Satz Verlag 2016. Citizen Science, die Integration von Bürgern in wissenschaftliche Prozesse, ist ein Schritt hin zu gesellschaftsnaher, kommunikativer, transparenter Forschung – auch in Kultureinrichtungen. Die Ideen und das Wissen der Bürger einzubeziehen heißt auch, über die öffentliche Wahrnehmung und das Selbstverständnis der eigenen Einrichtung in Dialog zu treten. Auf Basis der gleichnamigen Tagung beschäftigt sich der Band damit, wie sich die passenden Strukturen dafür umsetzen lassen. Einführende theoretische Überlegungen machen deutlich, wie Kultur und Geisteswissenschaften ihre Rolle in der künftigen Gesellschaft mithilfe neuer Perspektiven und zeitgemäßer Formate etwa für Freundeskreise und Ehrenamt definieren können. Die vorgestellten Beispiele etwa zu Social Tagging im Museum zeigen anschließend, wie man interessierte Bürger mit Kommunikation auf Augenhöhe für Forschung begeistern und Schwellenängste abbauen kann. 

Organisation und Partizipation

Thomas Schmidt, Theater, Krise und Reform. Eine Kritik des deutschen Theatersystems, Springer 2016. Theater, Krise und Reform gibt einen Überblick über die aktuelle Situation der deutschen Theater, ihrer Krisen und Entwicklungsoptionen. Es beschreibt den Übergang vom hierarchisch organisierten Intendantenmodell zu einem Ensemblemodell mit einer modernisierten Unternehmenskultur und einer festen Einbindung der Ensembles in alle wichtigen Entscheidungen. Im ersten Teil wird das öffentlich finanzierte Theatersystem mit seinen chronischen Ungleichgewichten untersucht: Überproduktion, Finanzierungskrise, sinkende Legitimation und hierarchische Strukturen, mit dem Intendanten als Emblem eines veralteten Organisationsprinzips. Auf Basis von Veränderungspotentialen werden Reformen in der Leitung (Direktorium), Organisation (Matrix) und im Produktions- und Spielbetrieb entwickelt und vorgeschlagen.

Sieglinde Lang, Ab in die Provinz! Rurale Kunst- und Kulturinitiativen als Stätten kultureller Mitbestimmung, Mandelbaum 2016. Kunst- und Kulturinitiativen in Gemeinden und Kommunen leisten seit jeher nicht nur kulturelle Nahversorgung für ihre Bewoh­ner*innen, sondern geben experimentellen Impulsen, partizipatorischen Formaten und zivilem Engagement Raum und notwendige (Infra-)Struktur. Und dennoch: Trotz hoher künstlerischer Qualität, internationaler Vernetzung und kultureller Durchschlagskraft wird >Kunst im ländlichen Raum< zuweilen als »provinziell« belächelt oder gar abgetan. In »Ab in die Provinz!« analysieren Expert*innen aus Theorie und Praxis aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen aus künstlerischer, soziokultureller und kulturpolitischer Perspektive. Interviews mit Initiator*innen, Kunstschaffenden und Kurator*innen geben Einblicke in die Diversität ruraler zeitgenössischer Kunst- und Kulturinitiativen in Österreich.

Kulturimmobilien

Oliver Scheytt, Die Kulturimmobilie: Planen - Bauen - Betreiben. Beispiele und Erfolgskonzepte, transcript 2016. Museen, Opern, Theater, Konzerthäuser, Kulturzentren, Bibliotheken und Volkshochschulen prägen als Bauwerke das Stadtbild. Sie sind Motoren der Stadtentwicklung sowie des Kulturtourismus und bergen ein Investitionsvolumen in Milliardenhöhe. Nicht nur das Planen und Bauen neuer Häuser, sondern auch die Renovierung alter Kulturimmobilien sowie die Umnutzung von Baudenkmälern sind herausfordernde Aufgaben. Die Beiträge dieses Bandes sind den Spezifika der einzelnen Sparten (Theatern, Museen etc.) gewidmet und von Akteurinnen und Akteuren verfasst, die in das Planen, Bauen und Betreiben von Kulturimmobilien involviert sind. Sie präsentieren erstmalig ganzheitliche Lösungen für »Kulturimmobilien« in den Spannungsfeldern von Stadtentwicklung und Kulturbetrieb, Investitionen und Folgekosten, öffentlicher Hand und Privatwirtschaft.

 

25.11.2016, Kristin Oswald
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